Die Anwendungsgebiete

Atemtherapie spricht den ganzen Menschen an, nie «nur» die Beschwerden oder das Kranke. Im Vordergrund stehen zu Beginn der Behandlung klar der Zuweisungsgrund, also raschmögliche Besserung der Beschwerden und Stabilisierung der Gesundheit.
 
Die Atemtherapeutin arbeitet direkt mit der Atmung und auch der Atembewegung, die ohne Beschwerden unbehindert den ganzen Körper erfasst und ausgleichend das vegetative Nervensystem anspricht. Sind Beschwerden oder eine Störung vorhanden, äussert sich dieses Ungleichgewicht über die unbewusst veränderte Atmung und die vom Körper kaum oder gar nicht mehr weitergeleitete Atembewegung.
 
Der ausgleichende Einfluss der Atemtherapie auf das vegetative Nervensystem prädestiniert die Atemtherapie zur unterstützenden Anwendung bei vielen Erkrankungen, unabhängig von Alter und Geschlecht des betroffenen Menschen.
 
Die Therapie erfolgt sanft, ganzheitlich und einfühlsam, begleitet von der Atemtherapeutin, und ergänzt komplementär andere medizinische Therapien.

Anwendungsgebiete (nicht abschliessend aufgeführt):
 

  • Krankheiten der Atmungsorgane und funktionelle Atemstörungen
    • Asthma
    • Begleitung bei Status nach Lungenkrebs
    • COPD

  • Psychologische Erkrankungen mit körperlichem Beschwerdebild
    • Ängste und Panikattacken
    • Hyperventilationssyndrom
    • Burnout
    • Depression

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Begleitung bei Status nach primärer Hypertonie
    • Begleitung bei Status nach orthostatischer oder essentieller Hypotonie
    • Begleitung bei Status nach Herzinfarkt

  • Störungen im Magen- und Darmbereich
    • Obstipation
    • Reizdarmsyndrom
    • Begleitung bei Status nach Krebserkrankung

  • Haltungsfehler, Rücken- und Gelenkbeschwerden
    • Begleitung bei Status nach Diskushernie
    • Arthroseschmerzen
    • Muskelverspannungen, Muskelschmerzen

  • Schmerzen, Störungen, Beschwerden unterschiedlichster Herkunft
    • Menstruationsbeschwerden
    • Kopfschmerzen
    • Wechseljahrsbeschwerden
    • Schlafstörungen

  • Begleitung in der Schwangerschaft
    • Geburtsvorbereitung
    • Rückbildung

  • Begleitung zur Persönlichkeitsentwicklung
    • Begleitung in der Therapie von Essstörungen, Raucherentzug und Entzug von anderen Stoffen
    • Schwierigkeiten beim Sprechen, Singen und im persönlichen Ausdruck
    • Schwierigkeiten in Beziehungen
    • Störungen des kreativen Ausdrucks
    • Begleitung bei der Verarbeitung von traumatischen Ereignissen
    • Begleitung bei Sinnesfragen

  • Palliative Begleittherapie bei unheilbaren Erkrankungen

  • Sterbebegleitung

Eine atemtherapeutische Behandlung sollte ausgelassen werden oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen beim Auftreten von
 

  • akuten Infektionskrankheiten (auch Erkältung oder Grippe)
  • generalisierten Entzündungen
  • Fieber unklarer Ursache
  • psychologischen und psychiatrischen Erkrankungen im Akutstadium


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22. Februar 2019
30. ordentliche sbam-Mitgliederversammlung mit anschliessender Jubiläumsfeier «30 Jahre sbam» am 30. März 2019

18. Dezember 2018
Norbert Faller
Neuauflage des Buches «Atem und Bewegung»

3., erweiterte und aktualisierte Auflage