Höhere Fachprüfung KomplementärTherapie (HFP), eidgenössisches Diplom

In einem mehrjährigen Prozess haben sich alle wichtigen Verbände der Komplementärtherapie in zentralen Fragen des Berufs geeinigt und sich im Jahr 2008 in der Organisation der Arbeitswelt KomplementärTherapie (OdA KT) zusammengeschlossen. Die Mitgliederverbände der OdA KTTC, darunter seit der ersten Stunde der sbam, vertreten rund 9000 Therapeutinnen und Therapeuten aus allen Regionen der Schweiz.

Die Organisation der Arbeitswelt KomplementärTherapie (OdA KT) bildet heute die Trägerschaft für die Höhere Fachprüfung KomplementärTherapie (HFP) und ist zuständig für die Entwicklung, Umsetzung und Kontrolle verbindlicher Qualitätskriterien in der Aus- und Weiterbildung im Berufsfeld der KomplementärTherapie. Zudem vertritt sie die Interessen der ihr angeschlossenen Verbände und Praktizierenden und pflegt Kontakte zu internen und externen Anspruchsgruppen sowie der Öffentlichkeit.

Sechzehn Methoden der KomplementärTherapie sind derzeit durch die OdA KT sowie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) anerkannt, darunter auch die Atemtherapie. Auf eidgenössischer Ebene sind die beiden Berufsverbände sbam und AFS als Träger der Methodenidentifikation (METID) Atemtherapie für die Entwicklung und Positionierung dieser Methode zuständig.

Atemtherapeutinnen und Atemtherapeuten nach Middendorf können mit dem Absolvieren der Höheren Fachprüfung KomplementärTherapie einen eidgenössisch anerkannten Abschluss erwerben. Die HFP dient dazu, abschliessend zu prüfen, ob die Kandidatinnen und Kandidaten über die im Berufsbild geforderten Handlungskompetenzen verfügen, die zur Ausübung einer verantwortungsvollen Berufstätigkeit erforderlich sind.

 

Nach oben

Das Branchenzertifikat

Das Branchenzertifikat gehört mit dem Nachweis von Berufspraxis und Supervision zu den Zulassungsbedingungen für die HFP. Bereits praktizierende Atemtherapeutinnen und Atemtherapeuten können über ein Gleichwertigkeitsverfahren das Branchenzertifikat der OdA KT ohne weiteres Verfahren erlangen. Dabei profitieren langjährig Praktizierende von erleichterten Bedingungen, die von der OdA KT in den Übergangsbestimmungen festgehalten sind und eine Gültigkeit von sieben Jahren, seit Anerkennung der Methode haben (ab 2015 für die Atemtherapie). 

Das Gleichwertigkeitsverfahren ist ein Dossierverfahren und beinhaltet das Nachweisdokument inklusive Beilagen sowie ein Essay, in welcher ausgewählte Kompetenzen des Berufsbilds KT situationsbezogen und mit Bezug zur Praxistätigkeit zu formulieren sind.

Künftig können Studierende mit einer Ausbildung in KomplementärTherapie, Methode Atemtherapie nach Middendorf das Branchenzertifikat der OdA KT direkt erlangen. Hierzu muss die Ausbildung von der OdA KT akkreditiert sein.

Die Höhere Fachprüfung

Die Ausbildungen der höheren Berufsbildung, wie die Höhere Fachprüfung HFP, sind in der schweizerischen Bildungssystematik auf Tertiärstufe positioniert. Eine höhere Berufsbildung setzt einen beruflichen oder schulischen Abschluss auf Sekundarstufe II voraus, d.h. ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis oder den Abschluss einer höheren schulischen Allgemeinbildung (z. B. Matura, Fachmatura) oder eine gleichwertige Qualifikation.  

Weitere Zulassungsbedingungen zur HFP sind das Branchenzertifikat, Praxiserfahrung und nachgewiesene Supervisionen.

Die HFP stellt sicher, dass die beruflichen Kompetenzen des Berufsbilds umfassend überprüft werden. Die Inhalte sind: vorgängiges Verfassen einer Fallstudie, Fachgespräch zur Fallstudie, Analyse und Reflexion komplexer Arbeitssituationen, Bearbeitung spezifischer Fachthemen. Die Prüfung selbst dauert insgesamt rund fünf Stunden.
 

News

14.10.2017
«Ich atme, also bin ich» Interview mit Agathe Löliger, Schweizer Familie 39/2017

13.09.2017
Tarif 590
Verschiedene Verbände haben festgestellt, dass die Verwendung des neuen Rechnungsformulars für viele TherapeutInnen eine Herausforderung darstellt.
Aus diesem Grund haben KineSuisse und die Shiatsu Gesellschaft Schweiz gemeinsam eine 11-seitige Gebrauchsanweisung erstellt. Die beiden Verbände sind  der Meinung, dass auch weitere KomplementärTherapeuten davon profitieren können und haben allen Methoden- und Berufsverbänden der OdA KT angeboten, diese Gebrauchsanweisung zu erwerben.
Unsere Mitglieder finden diese Gebrauchsanweisung im Mitgliederbereich Rubrik Arbeitsunterlagen. Ihre Zugangsdaten finden Sie auf dem persönlichen Mitgliederausweis aufgedruckt. 

 

01.09.2017
27. - 29. Oktober 2017 47. SVA - Kongress in Davos
Bist du auch dabei? Wir benötigen noch Unterstützung für die Standbetreuung.
Kontakt: Concetta Saia, 079 417 45 55,


10. Juli 2017
Info der OdA KT
Zwischenbilanz Einführungsphase der neuen Abrechnungspraxis nach Tarif
590 mit elektronischem Rechnungsformular

10. April 2017
sbam-Mitgliederversammlung vom 8. April 2017
An der ordentlichen sbam-MV vom 8. April 2017 konnten alle statutarischen Traktanden (Jahresberichte, Jahresrechnung, Mitgliederbeiträge, Budget) rasch verabschiedet werden. Erstmals seit langen Jahren waren bereits auf die MV hin alle Kandidaturen für die zu besetzenden Funktionen in den Verbandsgremien klar, sodass auch die Wahlen reibungslos und ohne Pausen für die Kandidatensuche abgewickelt werden konnten.

Zurückgetreten sind auf die MV hin Silvia Wild (Vorstandsmitglied und sbam-Präsidentin), Verena Landwehr (Mitglied und Präsidentin Weiterbildungskommission), Judith Tschopp (Mitglied Weiterbildungskommission), Jansjörg Frey (Mitglied Standeskommission) und Angela Koller (Prüfungsexpertin). Gewählt in den Vorstand wurden Susanna Schmid und Sandra Wolf (beide bisher und als neue Co-Präsidentinnen) sowie Monika Cueni, Concetta Saia und Simone Schaffner (alle neu). In die Weiterbildungskommission wurden gewählt Ute Blapp (als Präsidentin), Vreni Krähembühl und Regula Mühlethaler (alle bisher) und Birgit Linder (neu). Zu den bisherigen und bestätigten Mitgliedern der Qualitätskommission Agathe Löliger, Corina Oehrli, Ursula Schwendimann, Clemens Simpson (als Präsident) und Yvonne Zehnder wurde neu Catherine Germanier zugewählt. Der Standeskommission gehören an Andreas Abersfelder, Monika Egli, Ursina Friedli (als Präsidentin), Verena Kellermann, Dr. med. Lothar Ulrich Roth (alle bisher) und André Bürki (neu). Wiedergewählt wurden die Revisoren Herbert Bieri und Rita Kunz sowie die Prüfungsexpertinnen Barbara Fankhauser, Brigitte Ruff und Ursula Schelbert Hubmann. Die Vakanz bei den Prüfungsexpertinnen bleibt momentan unbesetzt.

Der Nachmittag wurde geprägt durch das engagierte Referat der Demenz-Spezialistin und Validations-Teacherin Mariann Zulauf zum Thema "Kommunikation bei Menschen mit Demenz". Die praktischen Tipps aus ihren Erfahrungen in der Pflege von Demenzkranken und als Tochter eines Vaters mit Demenz brachten nicht nicht nur wertvolle Inputs für den Therapeutenalltag sondern auch viele Anregungen für die nicht wenigen anwesenden sbam-Mitglieder, die eigene Familienangehörige mit Demenz pflegen.